Sudtirol

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Es war noch dunkel, als die Wandergruppe des Moosburger Alpenvereins kürzlich im vollbesetzten Bus zur alljährlichen 3-Tage-Fahrt startete. Etliche Nebelschwaden zogen noch übers Land und zauberten im aufgehenden Sonnenlicht eine märchenhafte Stimmung hervor. Nach einer kurzen Pause auf der Europabrücke ging es weiter über den Brenner ins Pustertal, dem heurigen Reiseziel. Nach insgesamt fünfstündiger Busfahrt hatte der erprobte Busfahrer Erdinc auch die kurvige Auffahrt vom Gadertal zum Würzjoch (2006 m) an der Brixener Dolomitenstraße, die für manche Insassen beim Hinunterschauen zu einer wahren Mutprobe wurde, mit Bravour gemeistert. Gemeinsam wurde nun der Rundweg um den imposanten Peitlerkofel im Naturpark Puez-Geisler in Angriff genommen. Nach einigen Fotos in die farblich variierenden Gesteinsschichten der Grube unterhalb der Peitlerkofelwände wanderte man an einigen einladenden Berggasthäusern vorbei in Richtung Peitlerscharte (2367 m). Auf gut begehbarem Pfad an der südwestlichen Bergflanke entlang ging es anfangs recht bequem voran, dann aber war schon Kondition gefragt, um in dem von zahlreichen Felsbrocken übersäten Einschnitt zwischen dem Peitlerkofel und dem Aferer Geisler, oben die Scharte schon im Blick, höher zu steigen. Manch zu warme Jacke wurde spätestens jetzt im Rucksack verstaut und hinausgeschwitzte Flüssigkeit wieder ergänzt. Nach eineinhalb Stunden war die Scharte erreicht und neue Blicke nach Osten hinüber zu den Dreitausendern der Fanes- und Sennesalmgruppe in vorderster Reihe eröffneten sich. Nach einer kurzen Rast beim Wegkreuz ging es zügig hinunter ins weite Almgelände um die Ütia Vaciara (Pezesalm, 2089 m), wo man sich in der Sonne beim Anblick der umgebenden Dolomitenriesen Kaffee und Kuchen schmecken lassen konnte. Die Umrundung des Peitlerkofels führte weiter über das grüne Almgelände der Peitlerwiesen und später direkt unter den schroffen Felstürmen des Peitlers entlang, vorbei an Riesenfindlingen, als Zeugen gewaltiger Naturkräfte in den Alpen. Nach einigen gemütlichen Almhütten schloss sich der Kreis und die Wanderer konnten sich bei der anschließenden Busfahrt zum Hotel in St. Stefan bei Bruneck entspannen und die gelungene erste Tour Revue passieren lassen. Am nächsten Morgen ging es mit frischer Kraft, gestärkt durch ein üppiges Frühstück, über Olang auf den Furkelsattel (1759 m), von wo aus verschiedene Touren möglich waren. Das Gebiet gehört zum Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Das Wetter hielt noch, aber es war ein Umschwung vorausgesagt. Also, nicht’s wie los! Etwa ein Viertel der Moosburger Gruppe nahm die Besteigung des Piz da Peres (2507 m) in Angriff. Auf dem gut begehbaren Pfad gewann man schnell an Höhe. Bald kam man an der gemütlichen Jausenstation „Ücia Picio Pré“, gleich unterhalb der hochmodernen Bergstation „Pré da Peres“ auf 2015 m, die jedoch nur im Winter in Betrieb ist, vorbei. Der Steig wurde bald anspruchsvoller, schmaler, etwas ausgesetzt, felsiger; die Baumgrenze war erreicht. Gut, dass der Himmel sich bedeckt hielt, es wurde einem vom Steigen warm genug! An der Wegbiegung mit der Möglichkeit nach Süden nach St. Vigil, abzusteigen, legte man eine kurze Pause ein, um für die vorausliegenden Felspassagen gerüstet zu sein. Eine Stunde noch durch unschwieriges, aber beeindruckendes Felsgelände mit imposanten Tiefblicken auf den Furkelsattel, St. Vigil, das Furkeltal und weiter Sicht auf die umliegenden Pragser Dolomitengipfel. Genau zur Mittagszeit erklang vom Tal herauf zuerst die Sirene und kurz darauf das Glockengeläut der Kirche von St. Vigil. Nun war man oben am Kamm des grasbewachsenen Gipfels des Piz da Peres angelangt, der gegenüberliegende Kronplatz in einer grauen Wolke verschwunden, da konnte man, etwas gedämpft, den schweren Glockenschlag der Concordia 2000, der größten Glocke im Alpenraum, vom Kronplatz herüber vernehmen. Nach einigen dokumentarischen Gipfelfotos strebten die Wanderer ob des frischen Windes hinunter zur Dreifingerscharte (2330 m). Wer die Augen offenhielt, konnte hier oben einige schon leicht vergilbte Edelweißblüten entdecken. Von hier wollte eine etwas reduzierte Gruppe von noch energiegeladenen Mitfünfzigern ihre an diesem Tag erreichten Höhenmeter nach oben schrauben und bestieg deshalb im Vorbeigehen die Dreifingerspitze (2479 m). Die anderen Vier machten lieber etwas unterhalb im windstilleren Gelände inzwischen Brotzeit. Der Abstieg durch das steile Kar mit dem etwas schmierigen, feinbröseligen weißen Kalkgestein erforderte volle Konzentration. Später ging es auf einem wunderschönen Pfad durch vorwiegend Lärchenwald, gesäumt von Alpenrosen- und Preiselbeersträuchern wieder hinunter zum Furkelsattel und zum Bus. Der Großteil der Moosburger hatte sich an diesem Morgen die Erkundung des weitläufigen Kronplatzgeländes vorgenommen, dessen Besteigung 500 Höhenmeter in Anspruch nahm. Auf dem Kronplatz , der um diese Jahreszeit schon etwas weniger besucht war, wurde die Concordia 2000 bewundert, mit 3 m Durchmesser, fast 10 m Umfang und gut 3m Höhe die größte Glocke im Alpenraum, die jeden Tag um 12 Uhr läutet. Besonders beeindruckend war ein aus Bronze gegossenes 360° Panoramarelief von 36 m Länge, auf dem die bedeutendsten vom Kronplatz aus sichtbaren Berge dargestellt sind, sowie die Richtung einiger wichtiger europäischer Städte angezeigt wird. Sehr interessant war auch der Besuch des MMM (Messner Mountain Museums) Corones auf dem Gipfelplateau des Kronplatzes in 2275 m Höhe, das letzte der sechs Museen, die Reinhold Messner iniziiert hat. So geschickt in den Berg hineingebaut fällt das Bauwerk weniger auf als eine Seilbahnstation. Zu einem großen Teil unterirdisch angelegt, erzählt hier Reinhold Messner von der Entwicklung des Bergsteigens, von den Triumphen und Tragödien an den bekanntesten Bergen der Welt. Nach dem Abstieg trafen sich alle Moosburger wieder wohlbehalten und mit vielen neuen Eindrücken am Bus zur Rückfahrt ins Hotel. Im Laufe des Abendessens bewahrheitete sich der Wetterbericht und es fing zu regnen an. Der Plan, am Sonntag eine abschließende Wanderung auf den Plätzwiesensattel im Naturpark Fanes-Sennes-Prags zu machen, fiel buchstäblich ins Wasser, aber als „trockene“ Alternative bot sich der Besuch von Burg Taufers im Tauferer Ahrntal, einer mächtigen Burganlage, deren Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückgehen, an. Anfangs nur aus Bergfried und Palas bestehend, wurde sie im Laufe mehrerer Jahrhunderte durch wechselnde Eigentümer zur heutigen Größe erweitert. Nach einer aufschlussreichen Führung durch die Burgkapelle mit dem romanischen Kruzifix, dem Gerichtssaal, der Rüstkammer, der Bibliothek, dem Schulzimmer einer Adelsschule aus dem 16. Jahrhundert, dem Geisterzimmer und anderen Schlafgemächern konnte man noch auf den Wehrgang und den Bergfried steigen. Auf dem Rückweg zum Bus ließ es sich Rudi Euringer nicht nehmen, wie gewohnt, in der Heilig-Kreuz-Kapelle, direkt unterhalb der Burg gelegen, das „Wort zum Sonntag“ zu verkünden und Gott zu danken für die schönen Tage hier in Südtirol. Ein großes Lob gilt dem Tourenleiter Georg Goldes für das mit Herzblut vorbereitete und durchgeführte Wanderwochenende!

Alpenverein Moosburg: Es hat sich herausgestellt, dass die Planung der heurigen Bergfahrten von einem guten Stern begleitet wurde, zumindest was die erste Tour am vergangenen Samstag angeht.

Bei Traumwetter startete ein vollbesetzter Bus mit frohgelaunten Bergwanderern nach Birkenstein, von wo aus der Breitenstein mit 1622 m bestiegen werden sollte.

Gemeinsam machte man sich nach zweistündiger Anfahrt vom Wanderparkplatz aus in Richtung Bucheralm/Breitenstein/Kesselalm auf bequemer Forststraße auf den Weg. Nach einer halben Stunde entschied sich ein Teil der Truppe, den „Maximiliansweg“ zur Kesselalm einzuschlagen und, je nach Kondition, eventuell von hier aus den Gipfel des Breitensteins zu erreichen oder auch nur das schöne Wetter oder die Sicht zum Wendelstein zu genießen.

Der Großteil der Wanderer zweigte bald darauf auf einen gut begehbaren Steig ab, der an der Bucheralm vorbeiführte, von wo man einen ersten wunderbaren Blick weit hinaus aufs Alpenvorland bekam. Ab hier musste man sich seine Kräfte etwas einteilen, zum einen wegen der kräftigen Sonneneinstrahlung und zum andern wegen des nun beginnenden deutlich steileren Serpentinenaufstiegs auf den Sattel zum Bockstein (1575 m), den man im Vorbeigehen „mitnehmen“ konnte. Unterm schönen Gipfelkreuz mit Christusfigur beglückwünschten sich alle zum erreichten Gipfel und nach einem ausgiebigen Rundumblick ging’s weiter in einfacher Kammwanderung zum schon weithin sichtbaren Gipfel des Breitensteins.

Auch hier grüßte schon von weitem das hölzerne Gipfelkreuz mit Christusfigur. Nun konnte man im Angesicht des nahen Wendelsteins eine verdiente Brotzeit einnehmen oder einfach die Sonne und den Weitblick zu den von Süden her silbrig glänzenden schneebedeckten Bergriesen wie Großglockner, Großvenediger, Olperer, Zillertaler und Ötztaler Alpen genießen.

Nach kurzem Abstieg zur gemütlichen Hubertushütte ließ sich hier so mancher die Pfannkuchensuppe, Würstel oder ein üppiges Speckbrot schmecken.

Wer noch voller Tatendrang war, stieg bald über einen felsigen Pfad hinunter, um noch den Schweinsberg (1514 m) beim Weitermarschieren so ganz nebenbei zu besteigen, der aber bei der ungewohnten Hitze seinem Namen alle Ehre machte.

Auf halbem Weg ins Tal erreichten alle Wanderer dann das Berggasthaus Kesselalm, wo man sich auf der Terrasse zu Kaffee und Kuchen niederlassen konnte.

Anschließend ging es in kleinen Gruppen auf breiter Forststraße zurück nach Birkenstein. In der dortigen üppig in Gold ausgestatteten Gnadenkapelle zu Ehren der Mutter Gottes richtete sicher so mancher Bergwanderer Worte des Dankes für diesen wunderbaren Bergtag gen Himmel.

Das herrliche Auftaktwetter bei dieser Tour gilt hoffentlich als gutes Omen für die weiteren Bergfahrten in diesem Jahr!

 

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Umweltbergtour

Wanderung auf den „Sonnenbalkon“ von Garmisch-Partenkirchen

Einen guten Draht zu Petrus hatte die Wandergruppe des DAV Moosburgs auch dieses Jahr bei Ihrer traditionellen Umwelttour am vergangenen Samstag.

Diesmal ging's mit der Bahn nach Garmisch-Partenkirchen und entfloh dadurch dem schlechten Wetter in Moosburg. Im Laufe des Vormittags riss beim Aufstieg auf den 1780 Meter hohen Wank sogar die Wolkendecke auf und die 27 Wanderer wurden mit viel Sonne und einer traumhaften 360°-Aussicht belohnt. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast mit viel Zeit zum Schauen, Genießen und für eine Brotzeit im Wankhaus, marschierte man den selben Weg über die Eckenhütte zurück zum Bahnhof.

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Drei-Tages-Fahrt nach Großarl

Drei-Tages-Fahrt nach Großarl

 

Die diesjährige 3-Tagefahrt des Moosburger Alpenvereins vom 2. – 4. 9.2016, in gewohnter Weise bestens organisiert und weitsichtig vorbereitet vom Tourenleiter Georg Goldes, führte wieder ins Großarltal im Salzburger Land.

Bei anhaltend sonniger Wetterlage starteten 45 Bergfreunde mit dem Bus um 6 Uhr früh voller Vorfreude auf die kommenden gemeinsamen Tage.

 

Zum Auftakt ein „beschissener“ Gipfel

Nach einer dreieinhalbstündigen Anreise wurde vor dem Hotel in Großarl nur schnell der Bus gewechselt und dann ging’s mit dem kleineren Taxibus zum Startpunkt des ersten Tages, zur Sonneggbrücke, wo in den bekannten Salzburger Almenweg, der insgesamt 350 km Genusswandern zwischen 1500 und 2000 m Höhe verspricht, eingestiegen wurde. Auf breitem Forstweg war nach ca. eineinhalb Stunden die Maurachalm (1620 m) erreicht. Dort wird noch gänzlich ohne elektrischen Strom gearbeitet, würziger Käse hergestellt und täglich für die Wandergäste gekocht.

In Richtung Tal, im Westen, erhebt sich wuchtig die Bergkette, die das Großarltal vom Gasteinertal trennt, und manch sehnsüchtige Blick ging hinüber zur Höllwand (2275 m), zum Lichtensteinkegel (2022 m) und zum Schuhflicker (2215 m).

Nun trennte sich die Gruppe. Die Genusswanderer setzten den Almenweg zur Unterwandalm und zur Breitenebenalm fort, die Gipfelstürmer stiegen auf den Kitzstein (2037 m). Als „Vorgipfelkreuz“ ragte ein dürrer, silbergraurippiger Kraftbaum in den blauen Himmel, der einen mit der Natur verbinden und seine inneren Kräfte spüren lassen sollte. Gleich danach ging’s auf den „beschissensten“ Gipfel weit und breit. Jeder hatte seine Not, sich fürs Gipfelfoto auf ein freies Grasfleckchen stellen zu können. Einige Meter unterhalb des Gipfels beweideten die Verursacher der vielen braunen Bällchen friedlich den Hang.

Der Rundweg wurde nun fortgesetzt über die Oberwandalm hinunter zur Karseggalm, mit ca. 400 Jahren die älteste Hütte des Tales, auf der auch wieder selbstgemachter Käse und ein kühles Bierchen auf die Besucher wartete. Zum Schluss wurde noch die Breitenebenalm, ein Ausflugsgelände für Familien, passiert. Dann brachte der Taxibus die Moosburger Wanderer zurück zum Hotel, wo nach einer erfrischenden Dusche das Abendessen eingenommen wurde.

 

Der Genießertag

Nach einem ausgiebigen Frühstück vom Buffet war für den Samstag die Fahrt ins nahegelegene Ellmautal geplant.

Der größere Teil der Gruppe steuerte als Tagesziel ab Haltestelle Lammwirt über die etwas kraftraubende „Himmelsleiter“ die Bichlalm (1731 m) an. Auf diesem wunderschönen Almgebiet wurde man wirklich mit einer herrlichen Rundumsicht himmlisch belohnt. Von Süden winkten aus der Ferne im gleißenden Sonnenlicht die gletscherbedeckten Spitzen der Goldberg- und Ankogelgruppe (mit dem 2884 m hohen Keeskogel, dem höchsten Berg im Großarltal). Gemütliche Ruhebänke oder einfach die grüne Almwiese luden zum Genießen und Verweilen ein. Wer wollte, konnte aber auch einen Abstecher auf den Hausberg der Bichlalm, den Remsteigkopf (1945 m) machen.

Trotz des fortgeschrittenen Sommers gab es noch allerlei Bergblumen und Kräuter am Wegesrand zu entdecken: grünen Germer, blauen Eisenhut, blauen Schwalbenwurzenzian, weißen Wimpermannsschild, gelbe Arnika, weiße Schafgarbe, blasslila Heidekraut und vereinzelte Silberdisteln an steinigen Hängen. Auch für eine erfahrene Pilzsammlerin boten sich versteckt im Moos orangefarbene Reherl, die sie, über Nacht etwas getrocknet, mit nach Hause bringen konnte.

Elf besonders ausdauernde Marschierer der Gruppe hatten sich am Morgen von Grund am Talende aus auf den langen Weg über Loosbühelalm (1767 m), Filzmoosalm (1710 m), Filzmooshörndl (2183 m) und Remsteigkopf gemacht und kamen bei ihrer Höhenwanderung auf ca. 1100 gestiegene Höhenmeter. Auf der Bichlalm trafen die Weitwanderer dann auf die Genießertruppe.

Der Rückweg zum Bus im Ellmautal auf der nie enden wollenden Forststraße ging ganz schön in die Beine und es waren immer wieder, das Ziel, der Lammwirt, schon vor Augen, lange Kehren auszugehen.

Nach dem gemeinsamen Abendessen im gemütlichen Hotel konnte man sich wieder gestärkt über die Erlebnisse des Tages unterhalten.

 

Zum Ausklang

Um die strapazierten Beine und die sonnenverwöhnte Haut etwas zu schonen, wurde das Programm des dritten Tages etwas abgeändert und man wanderte am Talende hinter Hüttschlag ab dem Talwirt auf einem mäßig ansteigenden Pfad teilweise unter Schatten spendenden Bäumen an der rauschenden Großarler Ache entlang bis zum Schödersee auf 1440 m. Obwohl er erwartungsgemäß heuer sehr wenig Wasser führen sollte, war die Enttäuschung doch groß, dass man, statt des glitzernden Bergsees vor Augen, praktisch auf dem Seegrund wie bei einer Wattwanderung am Meer nur zu einigen kläglichen Rinnsalen gelangte. Trotzdem fanden einige beherzte Wasserratten ein paar Gumpen, um sich etwas abzukühlen.

Nachdem alle 45 Wanderer nach dem Rückmarsch wieder wohlbehalten im Bus saßen, wurde um15 Uhr die Heimfahrt angetreten, die sich jedoch auf Grund des herrlichen Wetters mit vielen Ausflüglern und auch der Ferienheimkehrer etwas in die Länge zog, doch im Bus gab es Unterhaltung genug.

Wieder waren drei herrliche, gelungene Tage in den Bergen, bei denen alles passte (Wandertouren, Wetter, Unterkunft und gute Kameradschaft), zu Ende.

 

 

Hüttentour am Spitzstein

 

Sonnenaufgang am Spitzstein

Unbeirrbar optimistisch machten sich am Freitag, den 17.6. früh morgens 14 Teilnehmer des Alpenvereins Moosburg bei strömendem Regen auf den Weg zur ersten Hüttentour ins Priental.

Nach einer Kaffeepause in Aschau zeigte sich Petrus gnädig, der Regen hörte auf und es wurde sonnig. Los ging´s !

Bei insgesamt 6 Stunden reiner Gehzeit genossen wir den Weg über Wälder, saftige Wiesen, vorbei an Almhütten auf diesem wunderbar abwechslungsreichen Weg. Der eine oder andere Gipfel wurde auf dem Weg mitgenommen. Gut gelaunt und trockenen Fußes kamen alle auf dem Spitzsteinhaus an. Das nachfolgende Gewitter konnte uns nichts mehr anhaben, alles saßen schon in der gemütlichen Hütte beim Bier.

Bereits um 4 Uhr morgens brachen einige aus der Truppe zum Gipfel des Spitzsteins auf, um dort den Sonnenaufgang zu erleben. Ein wirklich beeindruckendes Schauspiel!

Nach dem gemeinsamen Frühstück starteten wir den zweiten Abschnitt der Tour. Abstieg nach Sachrang und von dort wieder Aufstieg über den Wald und der Wildbichl Alm zur Priener Hütte, dem nächsten Quartier.

Auch an diesem Tag konnten wir die Sonne genießen, mittags kehrten wir gemütlich auf der Wildbichl Alm ein. Über den Wandberg und die Wandberhütte ging es weiter zur Priener Hütte, die wir am frühen Nachmittag erreichten.

Auf dieser schönen Hütte wurden wir hervorragend bekocht, man konnte noch draußen sitzen und in der Abendsonne ein Glas genießen. Es wurde ein spaßiger Abend mit Spielen, vielen guten Gesprächen und natürlich dem einen oder anderen Schnapserl.

Am Sonntagmorgen hat uns das Wetterglück leider verlassen, es regnete wie aus Kübeln. Die Prientalrunde über Geigelstein, Breitenstein zur Kampenwand konnten wir nicht zu Ende gehen. Aber das holen wir nach!

Wir marschierten auf dem kürzesten Weg über die Forststraße zum Auto. Pitschnass sind alle unten angekommen. Wieder in trockenen Kleidern gingen wir in Aschau noch Essen und machten uns dann auf in Richtung Heimat.

Eine wunderschöne Tour war´s und eine tolle Truppe !

                                                       

 

Auf der Königstour im Bayerischen Wald

Auf der Königstour im Bayerischen Wald

Alpenverein Moosburg wandert über die „acht Tausender“.

Am vergangenen Wochenende machten sich 13 Bergfreunde des Alpenvereins Moosburg mal wieder auf in den Bayerischen Wald. Die höchstgelegenste Teilstrecke des Premium-Wanderwegs „Goldsteig“ war ihr Ziel. Ausgehend vom Wanderparkplatz am Berggasthof Eck (843m) führte die Kammwanderung über den Mühlriegel (1.080m), den Ödriegel (1.156m) zum Waldwiesenmarterl (1.139m). Nach kurzer Trinkpause ging es zügig weiter, hinauf zum Schwarzeck (1.238m), über den Reischflecksattel (1.126m) wieder bergan zur Heugstatt (1.261m) und weiter zum Enzian (1.287m). Bei eher bedecktem Wetter genoß man die angenehmen Temperaturen bei den Aufstiegen und beim Durchschreiten der vom Sturm kahlgefegten Kammlagen mit Baumskeletten, Wiesen und Heidelbeerfeldern. Auch die eine oder andere „Kraxlstelle“ war zu meistern. Aber das machte nicht die Schwierigkeit dieser Tour aus, sondern eher lange die Strecke. Denn als Abschluß führte der Weg dann noch hinauf zum Kleinen Arber (1.384m) und schließlich auf den Großen Arber, der mit seinen 1.456m zurecht als der König des Bayerischen Waldes bezeichnet wird. Gar nicht königlich zeigte sich aber das Wetter. Denn beim Abstieg zur Chamer Hütte setzte Regen ein, so daß der letzte Gipfelanstieg zum Großen Arber mit Regenjacke oder Schirm bewältigt werden mußte. Am Gipfel wollte man sich dann auch nicht all zu lange aufhalten, da wie meistens ein unangenehm kühler Wind blies. Auch lockte nach über 19 km Gehstrecke und gut 1250 Hm Auf-, sowie 650 Hm Abstieg das Arber-Schutzhaus als Einkehrmöglichkeit. Gut gestärkt mit Brotzeit und Kaffee fiel der Abstieg zur Arberbahn-Talstation nun nicht mehr so schwer. Das Warten auf die Autofahrer, die per Taxi erst einmal zurück zum Ausgangspunkt fuhren, bot nochmals Gelegenheit zum gemütlichen Austausch, bevor es auf den wohlverdienten Heimweg ging.