Buchberger Leite

Buchberger Leite - durch die wildeste Schlucht des Bayerischen Waldes

Umweltfreundlich in die Berge. Mit dem Bus machten sich 28 Bergfreundinnen und Bergfreunde am Samstag, 09.10.2021 um 07:00 Uhr, von Moosburg auf den Weg in den Bayerischen Wald. Ziel der Wanderung war die Buchberger Leite bei Ringelai. Während der Busfahrt stellten Hubert Hornung und Katharina Hahn den Teilnehmern die Wanderung vor und erzählten einiges über die Besonderheit dieser Landschaft.

So ist die Buchberger Leite die urtümlichste Wildbachklamm des Bayerischen Waldeds. Bereits 1961 wurde sie unter Naturschutz gestellt, und 2003 zeichnete sie das Bayer. Umweltministerium als eines der 100 schönsten Geotope Bayerns aus. Die Buchberger Leite ist ein Teil des Geotops "Bayerischer Pfahl", einer Störungszone in der Erdkruste, die den Bayerischen Wald nahezu geradlinig durchschneidet. Durch starke Krustenbewegung haben Granit und Gneis eine tiefgreifende Veränderung erfahren. Durch hohe Temperaturen bildete sich aus Granit und Gneis der sog. Pfahlschiefer, der in der Klamm in unterschieldlichen Formen zu finden ist.

Nach dem Ortsausgang führte der Weg entlang der Wolfsteiner Ohe in den herbstlichen Buchenwald, dem Beginn der Buchberger Leite. Bald mussten die Wanderer den wilden Fluss über eine Hängebrücke überqueren. Manch einer musste sich konzentrieren, um die Schwankungen der Brücke beim Gehen auszugleichen. Auf schmalen Wegen, Pfaden und Felssteigen, teilweise geländergesichert, führte der Weg stetig bergan entlang der Wolfsteiner Ohe bis zu einem Carbidwerk mitten in der wilden Landschaft. Dieses Werk stellte früher Carbid für die Carbidlampen her, heute produziert es Diamanten für den weltweiten Export. Vielleicht wurde der eine oder andere beim Zahnarzt mit einem Diamantbohrer aus der Buchberger Leite behandelt.

Nach Passieren des Carbidwerks ging es durch einen Felstunnel immer weiter in die wilde Schlucht. Mehrere Meter hohe Felsblöcke aus Pfahlschiefer türmten sich rechts und links der Klamm. Immer wieder stürzte das Wasser über Kaskaden mit Strudeltöpfen die Ohe hinunter. Nach einer kleinen Rast auf einer sonnigen Waldlichtung führte der Rückweg schließlich über Bucheck, wo die Wanderer das typische Bayerwald-Panorama und die herbstliche Sonne genießen konnten, nach Ringelai zurück. Nach einer Einkehr in einem zünfitigen Biergarten und deftigen Brotzeit wie Fleischpfanzerl brachte der Bus die Wanderer zurück nach Moosburg.